SPORT – Untersuchungen zum Einfluss der Drucktherapie auf die Durchblutung der Muskeln
Mikroverletzungen der Muskeln, die durch körperliche Anstrengung verursacht werden, oder verzögerte Muskelschmerzen (DOMS) betreffen körperlich aktive Menschen aller Leistungsstufen und können mehrere Tage andauern. Infolge dieser Mechanismen kann eine trainierende Person über einen langen Zeitraum mit Schmerzen, Entzündungen und Muskelschwäche zu kämpfen haben, was sich negativ auf die Leistungsfähigkeit des Körpers auswirkt. Eine der beliebtesten Methoden zur Linderung dieser Symptome ist die Kompression der Gliedmaßen, die durch manuelle Massage, das Tragen von Kompressionskleidung sowie durch Pressotherapie erfolgen kann. Alle diese Behandlungen zielen darauf ab, die Durchblutung zu erhöhen, um die Symptome zu lindern.
Bislang gab es jedoch keine Studien, die untersuchten, ob die Pressotherapie den Blutfluss bei körperlich aktiven Menschen beeinflusst, bis diese Studie in den USA durchgeführt wurde.
Ziel: Untersuchung der Auswirkungen einer einzelnen Pressotherapie-Sitzung auf den Blutfluss im Vergleich zum Kontrollzustand. An der Studie nahmen 23 Teilnehmer (15 Männer und 8 Frauen) teil, die körperlich aktiv waren (mindestens 200 Minuten Training pro Woche). Aus den Teilnehmern des Experiments wurden nach dem Zufallsprinzip einige Personen ausgewählt, die einer Pressotherapie unterzogen wurden, und einige Personen für die Kontrollgruppe.
Das Experiment bestand darin, dass die Teilnehmer 30 Minuten lang in Rückenlage mit einem Druck von 80 mmHg in jeder Kammer Pressotherapie-Beinmanschetten trugen. Die Kontrollgruppe hingegen musste 30 Minuten lang ohne Pressotherapie auf dem Rücken liegen.
Die erste Messung des Blutflusses erfolgte nach 10 Minuten und die zweite nach 30 Minuten. Die Messungen wurden in beiden Gruppen durchgeführt. Die Teilnehmer kehrten nach mindestens 24 Stunden ins Labor zurück, um eine zweite Sitzung zu absolvieren.
Die Veränderung des gesamten Blutflusses der Testperson wurde mittels Infrarotspektroskopie im Gastrocnemius-Muskel gemessen. Die Ergebnisse bestätigten einen signifikanten Unterschied zwischen den Ergebnissen der Gruppe, die die Pressotherapie anwendete, und denen der Kontrollgruppe.
Schlussfolgerungen: Diese Daten deuten darauf hin, dass eine 30-minütige Anwendung der Pressotherapie den Blutfluss in den unteren Extremitäten erhöht, was sich auf die Behandlung von durch Anstrengung verursachten Mikroverletzungen der Muskeln oder DOMS auswirken kann.
Mehr über die Bedeutung der Pressotherapie im Sport erfahren Sie hier.

